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ELVIS ARON PRESLEY
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Al Cook Special - © by Al Cook 2002

ELVIS ARON PRESLEY - 8.01.1935-16.08.1977

Über Elvis zu schreiben ist so müßig, wie eine Neuauflage der Bibel verfassen zu wollen. Über keinen Star der Populärkultur des 20. Jahrhunderts ist soviel geschrieben worden, wie über den King Of Rock And Roll. Obwohl Elvis nur knappe vier Jahre wirklich vitalen Rock'n'Roll gemacht hat, überdauerte der Nimbus des rebellischen Jugendidols nicht nur die restlichen Jahre, die er mit Hawaii-und Hausfrauenfilmchen vertat, sondern als er fett, von Medikamenten und Colesterinbomben aufgedunsen, vor totgeschminkten Gruftpuppen seinen Hüftschwung im dritten Anlauf leidlich schaffte.
In meinem Artikel „Elvis und der Blues“ umriß ich grob die schwarzen Wurzeln der Musik, die ihn berühmt machte. Die Aussage eines Kumpels aus der Frühzeit trifft den Nagel in punkto Weltkarriere auf den Kopf: “When they took him offa the country, they took the country outta him“. Wäre Elvis tatsächlich so ein Rebell gewesen und hätte dem „Colonel“ den Stinkefinger gezeigt, hätte er es wahrscheinlich nicht einmal so weit gebracht, wie unsereins. In Amerika (nun auch bei uns) zählt bloß die Kohle die man macht. Der arme Südstaatenjunge, der Eichkätzchen fressen mußte, um nicht zu verhungern, dachte an alles andere als an künstlerische Motive, als er das erste Mal eine Gitarre zur Hand nahm.

1935 waren die ärgsten Folgen des Börsencrashs von 1929 durchgestanden, aber für das ordinäre Landvolk der „Cracker“ und des „White Trash“, der Komplementärversion des „Niggers“ besserte sich die Situation kaum. Es gab keine gescheiten Jobs und wenn man konnte, begang man Landflucht und die führte nach St.Louis oder wie im Falle der Presleys, in die relativ pulsierende Metropole von Memphis, Tennessee.